Logistik

Verfügbarkeit und kostenoptimierte Versorgung

Das übergeordnete Ziel der im Projekt SPz PUMA umgesetzten Logistik ist, für das Waffensystem eine hohe technische Verfügbarkeit bei gleichzeitig kostenoptimierter Versorgung für den Nutzer zu erreichen. Dazu wurden bereits bei der Auslegung des Waffensystems und seiner Komponenten ein „logistischer Dreiklang“ berücksichtigt:

  • Leicht austauschbare Einheiten (LAE)
  • Integriertes Prüfsystem (IPS)
  • Datenschnittstelle zur automatisierten Datenübergabe

Leicht Austauschbare Einheiten (LAE)
Die Forderungen nach hoher Verfügbarkeit des Waffensystems bedeuten umgesetzt auf die Einsatzlogistik den schnellen und einfachen Baugruppentausch mit dem Ziel der abschließenden Systeminstandsetzung vor Ort. Diese Forderung wurde in der Detailkonstruktion durch eine konsequente Auslegung und Zusammenfassung von Baugruppen in LAE umgesetzt.

Integriertes Prüfsystem (IPS)
Die Funktionsprüfung und Fehlererkennung an den Anlagen in Fahrgestell und Turm erfolgt durch ein IPS. Dies hat besonders für die Instandsetzung den nachhaltigen Vorteil einer zielgerichteten schnellen Fehlersuche auch bei komplexen Prüfabläufen. Die sich daraus ergebenden verkürzten Instandsetzungszeiten erhöhen die Verfügbarkeit.

Automatisierte Datenübergabe
Fehler und Störungen die während des Betriebs auftreten werden im IPS gespeichert. Über eine Schnittstelle sind diese Informationen mit weiteren Systemdaten des SPz PUMA auslesbar. Die automatisierte Weiterverarbeitung dieser Daten trägt zur Reduzierung des Verwaltungsaufwand in den logistischen Verfahren des Nutzers bei und erhöht damit die Verfügbarkeit. Die fehlerfreie Übergabe der Daten, in die Logistik des Nutzers, ist die Grundlage für präzise Aussagen über Systemzuverlässigkeit und erforderliche Ersatzteilumfänge.

Integrated Logistic Support (ILS)
Die Erarbeitung der vernetzten logistischen Informationen erfolgt im Rahmen des ILS-Managements. Mit diesem Prozess werden die logistischen Disziplinen/logistischen Umfänge industrieintern erarbeitet und dabei die nutzerseitigen logistischen Forderungen umgesetzt. Durch iterative Schritte in Abstimmung mit dem Nutzer wird damit eine optimierte Vorsorgung des Waffensystems bereits bei Einführung erreicht.

Folgende, für die Bedienung und Versorgung erforderlichen Kenntnisse, Daten und Elemente, werden bearbeitet:

  • Logistic Support Analysis (LSA)
  • Interaktive Elektronische Technisch Dokumentation (IETD)
  • Sonderwerkzeuge & Mess- und Prüfmittel
  • Ersatzteile

Logistic Support Analysis (LSA)
Die frühzeitig begonnene LSA konnte die Zuverlässigkeit des Waffensystems nachweisbar steigern. Die erreichte Zuverlässigkeit liegt trotz bedeutend höherer Komplexität auf dem gleich hohen Niveau wie die Zuverlässigkeit des KPz Leopard 2.

Interaktive Elektronische Technische Dokumentation (IETD)
Die Inhalte der LSA sind in der IETD integriert. Die technische Dokumentation ist datenbankgestützt und basiert auf den internationalen Festlegungen der Spezifikationen AECMA SPEC 1000D und 2000M. Die IETD enthält die für den Nutzer erforderlichen Informationen zur Bedienung, Instandsetzung und Versorgung des SPz PUMA.

Sonderwerkzeuge & Mess- und Prüfgerät
Funktion und Auslegung der Sonderwerkzeuge ist gemeinsam mit dem Nutzer abgestimmt. Der Umfang der Mess- und Prüfmittel konnte durch das IPS auf ein Minimum begrenzt werden.

Ersatzteile
Die Versorgung mit Ersatzteilen basiert auf den Daten der LSA. So können, bezogen auf das Nutzungsprofil und eine geforderte Lagersicherheit, kostenoptimierte Ersatzteilpakete zusammengestellt werden.

 

 

To top